Teilprojekt 10: Integrierte Analyse von grönländischer Eismassenbilanz und Änderungsprozessen im Ozean

Zentrale Hypothese dieses Projektes ist es, dass sich Wechselwirkungen zwischen dem Grönländischen Eisschild mit dem umgebenden Ozean in geodätischen und ozeanographischen Daten detektieren lassen. Dazu soll zunächst in einer integrierten Analyse die gravimetrische Massenbilanz Grönlands gemeinsam mit den beobachteten Veränderungen des Meeresspiegels im Nordatlantik analysiert werden, um massenbedingte und sterische Anteile zu trennen. Der verstärkte grönländische Süßwassereintrag führt neben einem Meeresspiegelanstieg oder auch –abfall auch zu Veränderungen der Temperatur- und Salzgehaltsverteilung, sowie möglicherweise von Meeresströmungen und in der großskaligen Umwälzzirkulation. In einem zweiten Schritt sollen dann mit Hilfe von ozeanographischer Modellierung und Messdaten die relevanten Änderungen in Temperatur und Salzgehalt bestimmt werden, die für die beobachteten sterischen Variationen verantwortlich sind. Neben dem regionalen Wärmehaushalt werden diese Simulationen auch Veränderungen der regionalen Zirkulation besser beschreiben. Es werden also Ergebnisse der Erdbeobachtung mit der geodätischen und ozeanographischen Forschung zusammengeführt, um die Wirkungen des Klimawandels auf den Ozean besser zu verstehen